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Forschungsvorhaben bis 30.06.2009 - Erforschung der Bedeutung des Arbeitsgedächtnisses im Sprachlernprozess von gehörlosen Kindern mit Cochlea-Implant
Das Forschungsvorhaben ist angesiedelt im Bereich der Integrationsförderung von gehörlosen Kindern, die mit einer Innenohrprothese, dem so genannten Cochlea-Implant (CI), versorgt worden sind. Die Kinder sind bei sorgfältiger und umfassender Intervention normalerweise in der Lage, wie gut hörende Kinder hören und sprechen zu lernen. Allerdings verläuft der Spracherwerb bei einigen Kindern nicht optimal, so dass deren Integration in die hörende Umwelt und die Entwicklung von grundlegenden Fähigkeiten für ein weitgehend selbst bestimmtes Leben gefährdet sind.Nach gegenwärtigem Stand der Forschung kann davon ausgegangen werden, dass für solche Sprachentwicklungsdefizite von Kindern mit CI eine Funktionsbeeinträchtigung des Arbeitsgedächtnisses ausschlaggebend sein könnte.
Das Forschungsvorhaben setzt unmittelbar an diesem innovativen Erklärungsmodell an und verfolgt das Ziel, an einer Gruppe von 36 Kindern mit CI, die verschiedenen Leistungen des Arbeitsgedächtnisses und den Grad der Bewältigung der Sprachlernaufgabe zu untersuchen und mit den entsprechenden Entwicklungsdaten einer Kontrollgruppe von 12 gut hörenden Kindern identischen Höralters zu vergleichen.
Der verantwortliche Forschungsträger, das Forschungszentrum Hören und Sprache (
www.fhs-forschung.de) im hessischen Friedberg führt das Forschungsvorhaben in interdisziplinärer Kooperation mit drei der größten CI-Rehabilitationszentren in Deutschland (Hannover, Freiburg und Friedberg (
www.cic-rheinmain.de) durch.
Mit diesem Projekt sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die die Förderbedingungen für CI-Kinder weiterhin verbessern.
Für das seit Januar 2006 laufende dreijährige Forschungsvorhaben wurde ein Finanzierungsbedarf von ca. 224.000,00 Euro veranschlagt. Der Finanzierungsbeitrag der Stiftung beträgt 120.120,00 Euro.